Termine
Aktuelles Projekt
Stand: 26. Juni 2007
Termine und Teilnehmer
Folgende Termine und Teilnehmer stehen bereits fest
- 2. Juni 2007, Dorotheenstädtischer Friedhof/Literaturforum im Brechthaus, Berlin
- 9. Juni 2007, Fürstengruft am Historischen Friedhof/Vortragssaal des Goethe-Nationalmuseums, Weimar
- 23. Juni 2007, Festsaal des Palais’ im Großen Garten der Schlösser und Gärten Dresden
- 30. Juni 2007, Weißer Saal des Schloss Solitude, Stuttgart
- 15. Juli 2007, Schloss Biesdorf, Biesdorf
- 28. Juli 2007, Bergfriedhof/Hilde-Domin-Saal der Stadtbücherei Heidelberg
Berlin:
Samstag, 2. Juni ’07, Dorotheenstädtischer Friedhof(Lesung), Literaturforum im Brechthaus(Podiumsdiskussion), 15:00-18:00 Uhr
"Das grausame 20. Jahrhundert und der Tod"
Lesung: 15:00 - 16:00 Uhr
Sophie Rois und Samuel Finzi lesen Anna Seghers: "Der Ausflug der toten Mädchen" und Heiner Müller: "Germania Tod in Berlin"
Podiumsdiskussion: 16:30 - 18:00 Uhr
Im 20. Jahrhundert hat sich die Gewalt als conditio humana in vielfältig-grausamer Form manifestiert. In keinem anderen Jahrhundert starben mehr Menschen eines gewaltsamen Todes. Ist die Geschichte ein einziges Schlachthaus? Ist die Spur des Todes und der Gewalt männlich?
Teilnehmer:
Prof. Thomas Macho ist Professor für Kulturgeschichte, Dekan der philosophischen Fakultät III an der HU Berlin und Mitbegründer des „Hermann von Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik“. Seine zahlreichen Publikationen umfassen vor allem Abhandlungen über den Tod. Er leitete u.a. die Tagung "Die neue Sichtbarkeit des Todes" im Haus der Begegnung.
Prof. Dr. Wolfgang Wippermann ist Professor am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin und Mitglied des Kuratoriums der Thüringischen Gedenkstätten (Buchenwald und Mittelbau-Dora). Seine Publikationen umfassen in Bezug auf die Katastrophen des 20.jahrhunderts insbesondere Fragestellungen des Faschismus, Nationalsozialismus und Rassismus.
Prof. Dr. Sonat Hart hat nach Studien am Earlham College, dem King's College der University of London sowie der University of Oxford den Walter-Benjamin-Lehrstuhl für deutsch-jüdische Kultur und Geschichte an der HU Berlin inne. Ihre Publikation umfassen u.A. die (literarische Verarbeitung der) Shoah, die moderne jüdische Kultur sowie im Besonderen die Rolle jüdischer Frauen.
Moderation: Corinna Emundts
Weimar:
Samstag, 9. Juni ’07, Fürstengruft am Historischen Friedhof(Les.)/Vortragssaal im Goethe-Nationalmuseum(Disk.), 15:00-18:00 Uhr
"Der Tod Gottes in Zeiten der Revitalisierung der Religionen"
Lesung: 15.00 - 16.00 Uhr
Petra Hartung und Friedhelm Ptok lesen Johann Wolfgang von Goethe: "Faust" und Friedrich Nietzsche: "Die Fröhliche Wissenschaft"
Podiumsdiskussion: 16.30 - 18 Uhr
"Gott ist tot" - auch wer Nietzsche nicht kennt, kennt diesen Spruch. Der "Antichrist" bringt die Epoche der Säkularisierung auf die knappste Formel. Faust beantwortet die berühmte Gretchenfrage in Goethes Drama abschlägig-ausweichend; ihm "fehle der Glaube". Gegenwärtig jedoch scheint der Gott wieder aus der "Maschine" Kulturkampf zu steigen. Wie geht unsere säkulare Gesellschaft mit diesen Herausforderungen um?
Teilnehmer:
Prof. Dr. Gabriele Steckmeister, Soziologin, Institut für europäische Ethnologie an der HU Berlin, beschäftigte sich zuletzt mit Friedhofs- und Bestattungskulturen, gibt zu deren interkulturellen Aspekten im SoSe 07 ein Seminar.
Dr. Daniel Weidner ist Leiter des Projektes "(Dis)Figuration der Schrift. Bibelphilolgoie und Literaturwisssenschaft in der Neuzeit" am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin. Die Forschungsschwerpunkte des studierten Philosophen umfassen u.A. die Beziehungen zwischen religiösen und säkularen Ausdrucksformen bzw. Formen des Gedächtnisses und die Geschichte der Bibelkritik und Religionswissenschaft. Zahlreiche Publikationen zu Gershom Scholem, zuletzt außerdem Kulturwissenschaftlichen Perspektiven auf "Figuren des Europäischen" (2006).
Prof. Dr. Wilhelm Gräb ist z. Zt. Dekan der Theologischen Fakultät der HU Berlin, wo er als Inhaber des Lehrstuhls für Praktische Theologie zugleich das Institut für Religionssoziologie und Gemeindeaufbau leitet. Seine selbstständigen Publikationen behandeln u.A. die Transformationen des Religiösen in der modernen Kultur (2006) sowie Religion in der Mediengesellschaft.
Moderation: Marie Neumüllers
Dresden:
Samstag, 23.6.’07, Festsaal des Palais’ im Großen Garten Dresden, 20:30-22:00 Uhr
"Märchen und Moderne"
Lesung: 19:00 - 20:00 Uhr
Margarita Broich und Frank Arnold lesen Ingeborg Bachmann: "Die Geheimnisse der Prinzessin von Kagran" und Irmtraud Morgner: „Das heroische Testament“
Podiumsdiskussion: 20:30 - 22:00 Uhr
Märchen in ihrer traditionellen Darstellungsform lassen sich in der heutigen Medienlandschaft kaum noch auffinden. Eine „Disneyfizierung" verleiht den Märchen der Gebrüder Grimm eine neue Aktualität. Adaptionen im Bereich von Comic oder im Film setzten alte Figuren in ein neues Medium.
In der Literatur lassen sich Adaptionen verschiedenster Art finden. Schwindet die Vielfältigkeit und Magie des Märchens oder entstehen neue Perspektiven und Formen?
Teilnehmer:
Christine Shojaei Kawan studierte Französisch und Spanisch am Fachbereich Angewandte Sprachwissenschaften der Universität Mainz. Sie ist Mitglied des Redaktionsteams der Enzyklopädie des Märchens und Redakteurin des Aufsatzteils der Zeitschrift Fabula. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die internationale vergleichende und historische Erzählforschung mit besonderer Berücksichtigung der Themenbereiche Genderforschung, Folklore in der Literatur, moderne Sage sowie populäre Geschichtsbilder. Publikationen u.A. zu Frauengestalten in Märchen oder die Rolle von Schatten in der Kunstdichtung.
Dr. Wolfgang Lange ist Privatdozent für Linguistik und Literaturwissenschaften an der Universität Bielefeld. Er publizierte unter anderem das Buch „Der kalkulierte Wahnsinn. Innenansichten ästhetischer Moderne“. Im Wintersemester 06/07 hielt er ein Seminar zu „Märchen und Moderne“.
Prof. Dr. Walter Schmitz ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Direktor des Mitteleuropa-Zentrums für Staats-, Wirtschafts- und Kulturwissenschaften der TU Dresden. Im Wintersemester 2004/2005 hielt er eine Einführung der Ringvorlesung zum Thema „Das „Märchen – Die Erzähltradition des Volkes in der Mediengesellschaft der Moderne“.
Moderation: Marie Neumüllers
Stuttgart:
Samstag, 30.6.’07, Weißer Saal des Schloss Solitude (Stuttgart), 19:00 - 22:00 Uhr
"Lust und Liebe in den Märchen"
Lesung: 19:00 - 20:00 Uhr
Michaela Steiger und Matthias Scherwenikas lesen Apuleius’ „Amor und Psyche“ aus dem Roman „Der goldene Esel“ und Joseph von Eichendorff: „Das Marmorbild“
Podiumsdiskussion: 20:30 - 22:00 Uhr
Das Sehnen nach der ewigen Liebe und einem Leben in unzertrennlicher Zweisamkeit ist der Antrieb einer jeden Heldentat im Märchen. Welche erotische Symbolik und lüsterne Zweideutigkeit sich hinter diesem unschuldigen Plot meist versteckt, erkennt man erst auf den zweiten Blick. Erzählen Märchen von Tabus und Fantasien der Liebe und Eros in vergangenen Gesellschaften?
TeilnehmerIn:
Prof. Dr. em. Dietz-Rüdiger Moser lehrte nach seinem Studium der Musikwissenschaft, Germanistik, Mittellateinischen Philologie, Kunstgeschichte und Volkskunde Bayerische Kulturgeschichte an der LMU München. Seine zahlreichen Publikationen umfassen u. A. Märchenbearbeitung und Märchentheater aus der Sicht der gegenwärtigen Erzählforschung, Theorie- und Methodenprobleme der Märchenforschung sowie verschiedene Formen der Märchenüberlieferung.
Dr. Sandra Kluwe ist Lehrbeauftragte am Institut der Literaturwissenschaften der Universität Karlsruhe. Sie publizierte zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze und Rezensionen, u. a. in FAZ , "Psyche". Themenschwerpunkte u. a.: Psychoanalyse und Märchen.
Jürgen Janning ist Herausgeber des Buches "Liebe und Eros im Märchen". Seit 36 Jahren ist Janning Lektor für Sprecherziehung an der Westfälischen Wilhelms-Universität, Münster. Von 1983 bis 1989 war er Präsident der Europäischen Märchengesellschaft e.V. und seit 2002 Vorstandsvorsitzender der Märchen-Stiftung Walter Kahn, München.
Moderation: Barbara Wahlster
Mit freundlicher Unterstützung der
staatlichen Schlösser und Gärten
Biesdorf:
Sonntag, 15.7.’07, Schloss Biesdorf, 16:30 - 18:00 Uhr
"Interkulturelle Aspekte im Märchen"
Lesung: 15:00 - 16:00 Uhr
Jule Böwe und Herbert Fritsch lesen mit „Nukanbuku und Komenbuku“ und „Hansel in der Asche“ japanische und elsässische Varianten des „Aschenputtel“-Motivs.
Podiumsdiskussion:
Sind Märchen wirklich die Seele eines Volkes? Die philologische Forschung der Gebrüder Grimm war der Beginn der modernen literarischen Volkskunde. Ihre Erzählungen spiegelten eine Kultur mit ihren Werten und Ordnungen wieder. Was erzählen Märchen wirklich über eine Kultur? Stereotype und Abgrenzungen bringen das Fremde durch vergleichbare Aspekte einander näher. Wo liegen Schnittstellen und Unterschiede?
TeilnehmerInnen:
Prof. Dr. Sabine Wienker-Piepho hatte zahlreiche Lehraufträge an Universitäten weltweit inne. Von 2005 bis 2007 leitete sie das Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie an der LMU München. Sie habilitierte sich über „Schriftlichkeit im Ethnotext: Volksdichtung über Schreiben und Schreiber“. Außerdem war sie von 1996-2000 Chefredakteurin vom „Märchenspiegel“, ist seit 2005 Präsidentin der internationalen Kommission für Volksdichtung (KfV) in der SIEF und Mitglied zahlreicher internationaler Gremien.
Dr. Kurt Derungs ist Germanist, Ethnologe, Märchen- und Mythenforscher. Er ist Dozent an der Hochschule der Künste in Bern, arbeitet international als Gastreferent und Seminarleiter und veröffentlichte unter anderem das Buch „Amalia oder Der Vogel der Wahrheit – Mythen und Märchen aus Rätien im Kulturvergleich“. Schwerpunkte seiner Arbeiten setzte er vor allem mit der Begründung der Landschaftsmythologie.
Dr. Kathrin Pöge-Alder ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft) der Universität Jena. Märchen- und Erzählforschung gehören zu ihren wissenschaftlichen Arbeitsgebieten. Ihre aktuellste Publikation behandelt Theorien, Methoden und Interpretationen der Märchenforschung (2007).
Moderation: Marie Neumüllers
Heidelberg:
Samstag, 28.7.'07, Bergfriedhof(Les.)/Hilde-Domin-Saal der Stadtbücherei(Disk.), 16:30 - 18:00 Uhr
"Der Tod und die Mädchen"
Lesung: 15.00 - 16.00 Uhr
Astrid Gorvin und Matthias Scherwenikas lesen aus Gedichten Hilde Domins sowie den Metamorphosen Ovids "Orpheus und Eurydike" in der Übersetzung von Johann Heinrich Voß.
Podiumsdiskussion:
1846 schrieb Edgar Allan Poe "Der Tod einer schönen Frau ist ohne jeden Zweifel das poetischste Thema auf der Erde." Die Stilisierung des weiblichen Körpers als Bild des Begehrens ist in seiner Verschränkung von Eros und Thanatos ein oft verwendetes Bild der abendländischen Kultur. Wie wird dieses Phänomen einer Verbindung von Faszination und Tabu aus geisteswissenschaftlicher, und hierbei insbesondere feministischer Sicht gesehen?
Teilnehmer:
Prof. Dr. Thomas Anz ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Marburg. In seinen Publikationen ging er u. a. dem Motiv des Todes in seinen vielfältigen Erscheinungsformen nach ("Der schöne und der häßliche Tod. Klassische und moderne Normen literarischer Diskurse über den Tod").
Prof. Dr. Ute Jung-Kaiser ist Lehrende der Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt am Main. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sind interdisziplinäre wissenschaftlich-künstlerische Symposien in verschiedenen Fachbereichen und künstlerischer Praxis.
Prof. Dr. Astrid Deuber-Mankowsky ist Geschäftsführende Direktorin am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Neben der Medienwissenschaft liegen ihre Forschungsschwerpunkte u.A. in der Kulturtheorie sowie den Gender Studies, die Themen ihrer Publikationen reichen von Walter Benjamin bis hin zu Lara Croft (Suhrkamp 2001, z.Zt.vergriffen).
Moderation: Marie Neumüllers