"Für Demokratie und Pressefreiheit in Simbabwe"
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Weltweite Lesung in memoriam Mahmud Darwisch am 5. Oktober 2008

Stand: 18. September 2008
Foto von Mahmoud Dabdoub



Das internationale literaturfestival berlin ruft zu einer weltweiten Lesung von Gedichten Mahmud Darwischs am 5. Oktober 2008 auf. Mit den damit verbundenen Veranstaltungen soll das Werk des Dichters, aber auch sein Einsatz für eine friedliche und gerechte Koexistenz zwischen Arabern und Israelis gewürdigt werden. Der Aufruf richtet sich an Kulturinstitutionen, Radiostationen, Schulen, Universitäten, Theater und alle interessierten Personen weltweit.

Mahmud Darwisch war einer der populärsten arabischen Lyriker der Gegenwart und einer der ganz großen Dichter der Weltliteratur. Seine Lesungen zogen Tausende in die Veranstaltungssäle und seine Gedichtbände wurden in hunderttausenden Exemplaren verlegt. Viele seiner Werke sind in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Seine Gedichte werden wie Volkslieder gesungen und viele seiner Verse sind Sprichwörter geworden.

In seinen Gedichten schöpft Darwisch aus der Tradition altarabischer Dichtung und den Errungenschaften der Moderne und bezieht sich auf Sprache und Texte sowohl des Korans als auch der Bibel. Und wie kaum ein anderer hat Darwisch in seinen Gedichten die Vision eines großen, wirklichen, gerechten Friedens Foto von von Mahmoud Dabdoub zwischen Arabern und Israelis zu formulieren versucht, eines Friedens, der den Dialog zwischen zwei Stimmen und zwei Sichtweisen fördert, ohne dass die eine sich der anderen gewaltsam aufzwinge.

In der Tradition der altarabischen Dichtung ist der Dichter der Sprecher seines Volkes. Auch wenn sich Darwisch seit den 1990er Jahren immer mehr von seiner Sprecherrolle distanzierte, galt er vielen Lesern bis zuletzt als literarischer Botschafter Palästinas.

Mahmud Darwisch wurde 1941 im Dorf Birwa bei Akko geboren. Er flüchtete 1948 in den Libanon und kehrte nach der Gründung des Staates Israel zurück. In Haifa arbeitete er als Redakteur verschiedener politischer und kultureller Zeitschriften. Nach mehreren Inhaftierungen verließ er Israel und ging 1970 ins Exil. Er lebte in Moskau, Kairo, Beirut und Paris, zuletzt in Amman und Ramallah.1987 wurde er in den Zentralrat der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO gewählt, war 1988 Mitverfasser der Proklamation des Palästinensischen Staates, trat aber 1993 aus Protest gegen die Unterzeichnung der Osloer Abkommen aus der Organisation aus. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Lannan Prize for Cultural Freedom (2001) und den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis (2003).

Am 9. August 2008 starb der Dichter an den Folgen einer Herzoperation. Er wurde in Ramallah im Westjordanland bestattet und erhielt ein Staatsbegräbnis.

Anmeldungen für eine Lesung am 5. Oktober 2008 bitten wir zu senden an: worldwidereading@literaturfestival.com


Dieser Aufruf wurde unterzeichnet von:

Hector Abad, Kolumbien; Tariq Ali, Pakistan; Amal al-Jubouri, Irak/Deutschland; John Ashbery, USA; Margaret Atwood, Kanada; Daniel Barenboim, Argentinien/Deutschland; Bei Dao, China/USA; Mohammed Bennis, Marokko; Philipp Blom, Deutschland/Österreich; Rachid Boudjedra, Algerien; Breyten Breytenbach, Südafrika; André Brink, Südafrika; Monika Carbe, Deutschland; Dilip Chitre, Indien; John M. Coetzee, Südafrika; Edgardo Cozarinsky, Argentinien; Nuruddin Farah, Somalia/Südafrika; Enrique Fierro, Uruguay; Jon Fosse, Norwegen; Antje Grabenhorst, Deutschland; Nadine Gordimer, Südafrika; Ha Jin, China; Qassim Haddad, Bahrain; Milton Hatoum, Brasilien; Seamus Heaney, Irland; Mofidul Hoque, Bangladesch; Jabbar Yassin Hussin, Irak/Frankreich; Nancy Huston, Kanada/Frankreich; Elfriede Jelinek, Österreich; Adel Karasholi, Syrien/Deutschland; Navid Kermani, Deutschland; Friedrich Kröhnke, Deutschland; Abdellatif Laabi, Marokko/Frankreich; Zakes Mda, Südafrika; Pauline Melville, Guyana/Großbritannien; Paul Muldoon, Nordirland/USA; Charl-Pierre Naudé, Südafrika; Claudia Ott, Deutschland; Michael Palmer, USA; Shailja Patel, Kenia; Jean Portante, Luxemburg; Fernando Rendón, Kolumbien; Alberto Ruy-Sánchez, Mexico; Joachim Sartorius; Deutschland; K.S. Satchidanandan, Indien; Nasrin Siege, Iran/Deutschland; Wole Soyinka, Nigeria; Shashi Tharoor, Indien; Lina Tibi, Syrien; Tzvetan Todorov, Bulgarien/Frankreich; Anne Waldmann, USA; Marina Warner, Großbritannien; Eliot Weinberger, USA; Renate Welsh-Rabady, Österreich; Yang Lian, China/Großbritannien



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Aufruf zur weltweiten Lesung am 20. März 2008, dem Jahrestag der politischen Lüge

Stand: 21. Januar 2008



Zum dritten Mal ruft die Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik Kulturinstitutionen, Theater und interessierte Personen zu einer weltweiten Lesung am 20. März, dem Jahrestag der politischen Lüge, auf. Es soll der Essay des chinesischen Schriftstellers Lu Xun (1881-1936) „Ich erinnere mich, um zu vergessen" gelesen werden.

Gerade vor den Olympischen Spielen (8.-24.8.2008 in Peking) ist es sinnvoll, so auf die Zensur, das verordnete Schweigen zu Themen der jüngeren Geschichte Chinas, auf die enorm hohe Zahl von Todesurteilen, Tibet, die Zusammenarbeit mit dem Regime im Sudan und nicht zuletzt auf die Gefängnisstrafen für Bürgerrechtler hinzuweisen. Erst vor drei Wochen ist der wegen seines Einsatzes für HIV-Infizierte und Menschenrechte bekannt gewordene 34-jährige Aktivist Hu Jia nach halbjährigem Hausarrest festgenommen worden.

China ist ein Land ohne jede Erinnerung, wenn es um bestimmte Themen geht. Der 4. Juni 1989, das Tian'anmen-Massaker, ist der überwiegenden Mehrheit, die in den 90er Jahren in China aufgewachsen sind, kein Begriff. Die Kulturrevolution darf nicht erforscht werden. Eine öffentliche Erinnerung an die 500.000 Intellektuellen, die während der Kampagne „Hundert Blumen" in den Jahren 1956 und 1957 ins Gefängnis oder in die Arbeitslager kamen, ist nicht erlaubt. Die Regierung predigt Harmonie. Insofern beginnt ihr nun Lu Xun, ihr vermeintlicher Gewährsmann der Revolution, der Vater der modernen chinesischen Literatur, suspekt zu werden, hat er doch die Chinesen zur Erinnerung immer wieder aufgerufen.

Nachdem Lu Xun von den Lehrplänen einiger amerikanischer Universitäten verschwunden ist, hat sich das Erziehungsministerium der VR China im Sommer 2007 angeschickt, bestimmte Texte von Lu Xun, die sich im Lichte des 4. Juni 1989 lesen lassen, aus den Schulbüchern zu streichen und durch Rittergeschichten von Jin Yong zu ersetzen. Lu Xun war Zeit seines Lebens von der Zensur bedroht. Auch nach 1949 sind seine Werke und Fotos je nach politischer Lage ediert und gedeutet worden.

Ziel der Veranstaltungen und Aktionen soll es sein, das Bewusstsein über Inhalte und Formen politischer Kommunikation zu erhellen. Weil auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Lüge zum Instrumentarium bestimmter politischer Formationen gehört, muss deutlich gemacht werden, dass die Kräfte nicht erlahmen, die sich gegen sie verwahren.

Aus Anlass des dritten Jahrestages des Kriegsbeginns im Irak hatte die Peter-Weiss-Stiftung erstmalig am 20. März 2006 eine weltweite Lesung initiiert. An diesem "Jahrestag der politischen Lüge" wurde Eliot Weinbergers "Was ich hörte vom Irak" in Veranstaltungen und über Radio-Sender gelesen. Am 20. März 2007 hörten über 1,2 Millionen Menschen zwei Reportagen von Anna Politkovskaja.

Der Text von Lu Xun liegt der Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik in allen Weltsprachen vor. Anmeldungen für eine Lesung am "3. Jahrestag der politischen Lüge" am 20. März 2008 bitten wir zu senden an: info@peter-weiss-stiftung.de





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Für Demokratie und Pressefreiheit in Simbabwe

Stand: 13. September 2007

Aufruf zu einer weltweiten Lesung am 9. September

Die Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Simbabwe reichen zurück bis in die frühen achtziger Jahre, in denen Robert Mugabe die Operation "Gukurahundi" durchgeführt hatte, die blutige Ermordung von über 20.000 Menschen des Ndebele-Volkes. Seit dem Jahr 2000 verantwortet er die brutal durchgesetzte, entschädigungslose Enteignung weißer Farmer, die u.a. zu hohem Getreidemangel und daraus resultierenden Hungersnöten führte. In der Operation "Murambatsvina" (Müllentsorgung) reagierte Mugabe im Jahr 2005 auf Oppositionsdemonstrationen und ließ etliche Slums niederwalzen. Hunderte Oppositionelle und Regimekritiker wurden festgenommen, entführt und gefoltert. Seit Februar 2007 gilt absolutes Demonstrationsverbot im Lande. Die Pressefreiheit ist eingeschränkt, ausländische Medien werden diskriminiert. Mugabe beeinflusste Wahlen durch Gewalt und absolute Kontrolle dergestalt, dass jeder Angst haben muss, der die Opposition wählt. Mitte März 2007 wurde Simbabwes wichtigster Oppositionsführer, Morgan Tsvangirai, im Verlaufe einer Protestkundgebung verhaftet und anschließend im Gefängnis schwer misshandelt.


Bis vor einem Jahrzehnt gehörte Simbabwe noch zu den reichsten Ländern Afrikas und besaß mit einer Alphabetisierungsrate von etwa 85% den höchsten Bildungsstandard des Kontinents. In den letzten Jahren hat Mugabe sein Land in den wirtschaftlichen Niedergang und sein Volk in bittere Armut geführt. Die offizielle Inflationsrate liegt bei 3700%, die höchste Rate weltweit, die Arbeitslosigkeit bei ca. 80%. Mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 34 Jahren bei Frauen und 37 Jahren bei Männern ist Simbabwe zu einem der Länder mit der geringsten Lebenserwartung geworden.

Mit der Lesung möchte das internationale literaturfestival berlin zur Aufklärung über die Wirklichkeit in diesem postkolonialen Land beitragen. Die Wahrheit wurde lange genug verschwiegen - leider auch von Vertretern der politischen Klasse Südafrikas, die eine besondere Verantwortung diesbezüglich hat. Wir bitten Sie um Unterstützung für diese Aktion und rufen Radiostationen, Schulen, Universitäten, Theater und andere kulturelle Institutionen in Afrika und weltweit zur Lesung von Gedichten Chenjerai Hoves, Chirikuré Chirikurés und Dumbudzo Marecharas sowie des Vorwortes von Elinor Sisulu auf, das sie für das Buch "Gukurahundi in Zimbabwe. A Report on the Disturbances in Matabeleland and the Midlands 1980-1988" (Johannesburg 2007) schrieb. Es richtet sich - auch - gegen das Schweigen aus falschem Solidaritätsgefühl, das eine wichtige Basis der Herrschaft Mugabes ist. Die Rechte für Lesungen der beigefügten Texte und Gedichte in Veranstaltungen und durch Radiosender sind am 9. September 2007 frei.

Dieser Aufruf wurde unterzeichnet von:

Hector Abad, Kolumbien; Ali Abdollahi, Iran; Meena Alexander, Indien/USA ; Tariq Ali, Pakistan; Eugenijus Alisanka, Litauen; Maria Teresa Andruetto, Argentinien; Yuri Andrukhovych, Ukraine; Hanan Al-Shaykh, Libanon/Großbritannien; Homero Aridjis, Mexiko; Jorge Luis Arzola, Kuba/Deutschland; John Ashbery, USA; Margaret Atwood, Kanada; Hanan Awwad, Palästina; Ricardo Azevedo, Brasilien; Alessandro Baricco, Italien; Jeanne Benameur, Frankreich; Zofia Beszczynska, Polen; Piedad Bonnett, Kolumbien; Breyten Breytenbach, Südafrika/Frankreich/Senegal; André Brink, Südafrika; Martha Brooks, Kanada; Pam Brown, Australien; Melvin Burgess, Großbritannien; Ian Buruma, Niederlande/USA; José Anibal Campos, Kuba; Raúl Antonio Capote, Kuba; Patricia Cavalli, Italien; Gianni Celati, Italien; Dilip Chitre, Indien; JM Coetzee, Südafrika/Australien; Bora Cosic, Deutschland/Kroatien; Edgardo Cozarinsky, Argentinien; Alonso Cueto, Peru; Bei Dao, USA/China; Mahmoud Darwish, Palästina; Siddhartha Deb, Indien; Don DeLillo, USA ; Xabier P. DoCampo, Spanien; Ariel Dorfman, Chile; Tishani Doshi, Indien; Finuala Dowling, Südafrika; Arkadii Dragomoshchenko, Russland; Dave Eggers, USA; Asli Erdogan, Türkei; Jeffrey Eugenides, USA/Deutschland; J. Glenn Evans, USA; Nuruddin Farah, Somalia/Südafrika; Raymond Federman, USA; Enrique Fierro, Uruguay/USA; Christoph Fleischer, Deutschland; Jonathan Safran Foer, USA; Jon Fosse, Norwegen; Carlos Franz, Chile/Spanien; Greg Gatenby, Kanada; Jochen Gerz, Deutschland/Frankreich; Natasza Goerke, Polen/Deutschland; Nadine Gordimer, Südafrika; Ronnie Govender, Südafrika ; Jorie Graham, USA; Günter Grass, Deutschland; Ha Jin, China; Ulla Hahn, Deutschland; Ulf Peter Hallberg, Schweden/Deutschland; Philip Hammial, Australien; Aziz Hassim, Südafrika ; Milton Hatoum, Brasilien; Paal-Helge Haugen, Norwegen; Hannes Heer, Deutschland; Daniel Hevier, Slowakei; Nick Hornby, Großbritannien; Jaime Huenún, Chile; David Huerta, Mexiko; Jabbar Yassin Hussein, Irak/Frankreich; Nancy Huston, Kanada; Eirik Ingebrigtsen, Norwegen; Drago Jancar, Deutschland; Louis Jensen, Dänemark; Keorapetse Kgositsile, Südafrika; Ulrike Kistner, Deutschland/Südafrika; Ko Un, Korea; Ingrid de Kok, Südafrika; Nicole Krauss, USA; Ekkehart Krippendorff, Deutschland; Antjie Krog, Südafrika; Hari Kunzru, Großbritannien; Goretti Kyomuhendo, Uganda; Simon Levy, USA; Vyvyane Loh, Malaysia/USA; Prof. Arno Lustiger, Deutschland; Chiara Macconi, Italien; Claudio Magris, Italien; Jamal Mahjoub, Großbritannien/Dänemark; Norman Manea, Rumänien/USA; Angeles Mastretta, Mexiko; Federica Matta, Frankreich; Zakes Mda, Südafrika; Abdelwahab Meddeb, Tunesien/Frankreich; Pauline Melville, Großbritannien; Amanda Michalopoulou, Griechenland; Poni Micharvegas, Argentinien; Pankaj Mishra, Indien/USA; Adrian Mitchell, Großbritannien; Paul Muldoon, USA; Verónica Murguia, Mexiko; Alberto Mussa, Brasilien; Azar Nafisi, Iran/USA; Nabil Naoum, Ägypten; Marie N`Diaye, Frankreich; Per Nilsson, Schweden/Dänemark; Cees Nooteboom, Niederlande; Wilfried N'Sondé, Kongo/Deutschland; Elsa Osorio, Argentinien/Spanien; Amos Oz, Israel; Michael Palmer, USA; Thorsten Palzhoff, Deutschland; Hagar Peeters, Niederlande; Hans Pienaar, Südafrika; Henning J. Pieterse, Niederlanden; Antonio José Ponte, Kuba; José Prats, Mexiko; José Manuel Prieto, Kuba; Francine Prose, USA; Tania Quintero, Kuba/Schweiz; Laura Restrepo, Kolumbien; Adrienne Rich, USA; Raúl Rivero, Kuba/Spanien; Santiago Roncagliolo, Peru; Alberto Ruy Sanchez, Mexiko; Rolando Sánchez Mejías, Kuba/Spanien; Faraj Sarkohi, Iran/Deutschland; Joachim Sartorius, Deutschland; K.S. Satchidanandan, Indien; Peter Schneider, Deutschland; Eugene Schoulgin, Norwegen; Hermann Schulz, Deutschland; Thomas Schwarz, Deutschland; Eduardo Sguiglia, Argentinien; Nicholas Shakespeare, Großbritannien; Ishtiyaq Shukri, Südafrika; Nasrin Siege, Iran/Deutschland; Manuel Sosa, Kuba/USA; Peter Stamm, Schweiz; Manil Suri, USA/Indien; Matthew Sweeney, Irland/Großbritannien; Tajima Shinji, Japan; Veronique Tadjo, Frankreich/Großbritannien; Nathaniel Tarn, Großbritannien/USA; Paulo Teixeira, Portugal; Ivan Thays, Peru; Annika Thor, Schweden; Peter Torberg, Deutschland; Jutta Treiber, Österreich; Tenzin Tsundue, Tibet/ Indien; John Updike, USA; Jane Uruquhart, Kanada; Chiara Valerio, Italien; Carolyn van Langenberg, Großbritannien/Australien; Mario Vargas Llosa, Peru; Haris Vlavianos, Griechenland; Ornela Vorpsi, Albanien; Abdourahman Waberi, Dschibuti/Frankreich; Cécile Wajsbrot, Frankreich/Deutschland; Eliot Weinberger, USA; Renate Welsh-Rabady, Österreich; Cao Wenxuan, China; Herbert Wiesner, Deutschland; Gernot Wolfram, Deutschland; Yang Lian, China/Großbritannien; Péter Zilahy, Hungary.



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Deutschlandweite Veranstaltungsreihe zu Märchen und Tod

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Juni und Juli 2007 – Deutschlandweite Veranstaltungsreihe zu Märchen und Tod



Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufenen „Jahres der Geisteswissenschaften“ hat sich die „Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik e.V.“ um ein Projekt beworben, für das es nun den offiziellen Zuschlag gab.

Hierbei geht es um sechs deutschlandweit durchgeführte Veranstaltungen unter dem Motto „Märchen“ bzw. „Tod“, die an Wochenenden im Juni und Juli auf drei Schlössern bzw. Friedhöfen stattfinden sollen.

Märchen und Tod – zwei mythenträchtige Themen. In einer anregenden Kombination aus Lesung und intellektueller Debatte werden der interessierten Allgemeinheit neue und spannende Perspektiven auf die Geisteswissenschaften und ihr Potential eröffnet. Durch den Bezug zu Themen, die jeder kennt, kommen Berührungsängste mit philosophischen, philologischen und anderen Spezialgebieten erst gar nicht auf. Die Geisteswissenschaften präsentieren sich damit im öffentlichen Dialog in einem außeruniversitären Rahmen. Bekannte Schauspieler und Journalisten unterstützen die Geisteswissenschaftler mit ihren Präsentationen.

Die Themen „Märchen“ und „Tod“ sind universell und beschäftigen im geisteswissenschaftlichen Bereich eine Vielzahl von Fachgebieten, womit ein spannender interdisziplinärer Dialog impliziert ist.
Beteiligte Wissenschaftler vertreten u.a. folgende Fachbereiche: Philosophie,
Tauschen Sie sich in unserem
Forum mit uns und anderen Interessenten über unsere
Veranstaltungen aus.
verschiedene
Philologien, Ethnologie, Kultur- und Religionswissenschaften.

Die beiden Lese- und Diskussionsreihen werden deutschlandweit in je drei Etappen an außergewöhnlichen Veranstaltungsorten präsentiert: auf Schlössern, im Palais und auf Friedhöfen.


Damit wird eine reizvolle, direkte Verbindung zu den Themen hergestellt und die Veranstaltungen profitieren von der authentischen Atmosphäre.











Die Pressemitteilung können Sie hier als pdf-Datei downloaden:



Weltweite Lesung in memoriam Anna Politkowskaja
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Weltweite Lesung im Gedenken an Anna Politkovskaja

20. März 2007 – Weltweite Lesung im Gedenken an Anna Politkovskaja


1,2 Million Menschen verfolgten die weltweite Lesung in memoriam Anna Politkovskaja am 20. März 2007 – am Radio und in Veranstaltungen

Die weltweite Lesung in memoriam Anna Politkovskaja am 20. März fand an 80 Veranstaltungsorten in 21 Ländern aller Kontinente statt. 15 Radiosender beteiligten sich mit der Ausstrahlung von Lesungen, Interviews und Berichten. Elfriede Jelineks Lesung von Politkovskajas Text "Machkety. Ein Konzentrationslager mit kommerziellem Einschlag" wurde von Deutschlandradio gesendet. Über Radio Free Europe/Radio Liberty erreichte die Aktion rund eine Million Zuhörer in Russland, Georgien und Osteuropa. Weitere Radiostationen sendeten in Australien, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Kolumbien, Polen, den USA und Luxemburg.

An die meist ausverkauften Lesungen schlossen sich oft Diskussionen über Menschenrechte und Pressefreiheit an. Manche Veranstalter erinnerten ebenfalls an den im Januar 2007 ermordeten Journalisten Hrant Dink. Die letzte Lesung des Tages fand im australischen La Mama Courthouse Theatre in Melbourne statt – nach mitteleuropäischer Zeit bereits am nächsten Morgen. Die Peter-Weiss-Stiftung, die anlässlich des Jahrestags der politischen Lüge zur weltweiten Lesung aufgerufen hatte, geht davon aus, dass rund 8.000 Besucher weltweit die Veranstaltungen besuchten.

Die Aktionen wurden u.a. unterstützt von dem Goethe Institut, dem internationalen literaturfestival berlin, Reporter ohne Grenzen, dem PEN Writers in Prison Committee, mehreren Ländersektionen des PEN, der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Verband Deutscher Schriftsteller(siehe Teilnehmerliste)



Weltweite Lesung von Eliot Weinbergers "Was ich hörte vom Irak"
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Weltweite Lesung von Eliot Weinbergers "Was ich hörte vom Irak"

Ein Aufruf zu einer weltweiten Lesung von Eliot Weinbergers "Was ich hörte vom Irak" am 20. März 2006, um an den 3. Jahrestag des Einmarschs in den Irak zu erinnern

Die Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik mit Sitz in Berlin ruft dazu auf, den 3. Jahrestag des Kriegsbeginns im Irak am 20.März als Jahrestag der Politischen Lüge zu begehen. Ziel der damit verbundenen Veranstaltungen und Aktionen soll sein, das Bewusstsein über Inhalte und Formen politischer Kommunikation zu erhellen und die politische Lüge in welcher Form auch immer - ob wissenschaftlich, künstlerisch oder in Form einer Karikatur - der Kritik zu unterziehen. Auch wenn zu Beginn des 21. Jahrhunderts erkannt werden muss, dass die Lüge nach wie vor zum Instrumentarium bestimmter politischer Formationen gehört, so muss gleichzeitig deutlich gemacht werden, dass die Kräfte nicht erlahmen, die sich gegen sie verwahren. Der erstmals zu begehende Jahrestag der Politischen Lüge wird am 20.3.2006 in verschiedenen Städten weltweit u.a. mit Lesungen von Eliot Weinbergers "Was ich hörte vom Irak" stattfinden.

Der Text ist eine Zusammenstellung von Statements, die von amerikanischen Regierungsangehörigen und deren Verbündeten vor und nach Ausbruch des Krieges gemacht wurden und basiert außerdem auf Aussagen von Angehörigen der amerikanischen Streitkräfte und der irakischen Bevölkerung. Der Text zeichnet die Geschichte des Irak-Kriegs von 1992 bis 2005 in "O-Tönen" nach. Er wurde zuerst in der "London Review of Books" publiziert, ist mittlerweile in verschiedene Sprachen übersetzt worden und kann inzwischen 100.000 Einträge im Internet verzeichnen. Der vollständige deutsche Text ist in "Lettre International" 68, Berlin, Frühjahr 2005 erschienen. Die Fortsetzung "What I heard about Iraq in 2005" ist im Dezember 2005 in der "London Review of Books" erschienen. Auf der Website www.literaturfestival.com finden Sie die Originalversionen der Texte.

Am 11. September vergangenen Jahres wurde eine szenische Lesung des Texts beim internationalen literaturfestival berlin gehalten. Unabhängig davon wurde der Text in Sydney, New York, Luxemburg, Indien und anderen Teilen der Welt öffentlich vorgetragen. Eine mulitmediale Bühnenversion wurde einige Monate lang in Los Angeles gezeigt.

Dieser Aufruf ist unterzeichnet worden von: Chris Abani, USA/ Nigeria; Ali Abdollahi, Iran; Alireza Abiz, Iran; Darryl Accone, Südafrika; David Albahari, Serbia/ Kanada; Tariq Ali, Großbritannien; Hanan al-Shaykh, Libanon/ Großbritannien; Esther Andradi, Argentinien/ Deutschland; María Teresa Andruetto, Argentinien; Gunter Arentzen, Deutschland; Homero Aridjis, Mexiko; Michael Augustin, Deutschland; Paul Auster, USA; Gabeba Baderon, Südafrika; Bei Dao, USA/ China; Biyi Bandele, Großbritannien; Russell Banks, USA; Shabbir Bannobhei, Südafrika; Mohammed Bennis, Marokko; Abbas Beydoun, Libanon; Régis Bonvicino, Brasilien; Gayle Brandeis, USA; Volker Braun, Deutschland; Martha Brooks, Kanada; Peter Cole, Israel/ USA; Bora Cosic, Serbien/ Kroatien/ Deutschland; Edgardo Cozarinsky, Argentinien/ Frankreich; Mahmoud Darwish, Palästina; Lydia Davis, USA; Siddhartha Deb, Indien/ USA; Ariel Dorfman, Chile/ Großbritannien; Moro Douka, Griechenland; Arkadii Dragomoshchenko, Russland; Barbara Evans, USA; J.Glenn Evans, USA; Raymond Federman, USA; Inge Feltrinelli, Italien; Betty Ferber, USA/ Mexiko; Forrest Gander, USA; Geoffrey Gardner, USA; Jochen Gerz, Frankreich; Amitav Ghosh, USA/ Indien; Juan Goytisolo, Spanien; Nedim Gürsel, Türkei; Ulla Hahn, Deutschland; Hannes Heer, Deutschland; Elke Heidenreich, Deutschland; Christoph Hein, Deutschland; Adina Hoffman, Israel/ USA; Eckard Holler, Deutschland; Rebecca Horn, Deutschland; Iman Humaydan Younes, Libanon; Siri Hustvedt, USA; Victor Jerofejew, Russland; Mario Jursich, Kolumbien; Achmed Khammas, Syrien; Henry-Martin Klemt, Deutschland; Margrit Klingler-Clavijo, Deutschland; Ko Un, Korea; Ekkehart Krippendorff, Deutschland; Hanif Kureishi, Großbritannien; Bernhard Lassahn, Deutschland; Doris Lessing, Großbritannien; Simon Levy, USA; Srecko Lipcovan, Kroatien; Claudio Magris, Italien; Aurelio Major, Spanien; Abdelwahab Meddeb, Frankreich/ Tunesien; Valerie Miles, Spanien; Tedi López Mills, Mexiko; Adrian Mitchell, Großbritannien; Ivan Nagel, Deutschland; Emine Sevgi Özdamar, Deutschland/ Turkei; Michael Palmer, USA; Orhan Pamuk,Türkei; Anna Panek, Deutschland/ Polen; PEN, Bosnien-Herzegowina; PEN, Deutschland; Harold Pinter, Großbritannien; Roberto Piumini, Italien; Elisabeth Plessen, Germany; Eva Quistorp, Deutschland; Jürgen Reents, Deutschland; Adrienne Rich, USA; Peter Ripken, Deutschland; Alberto Ruy-Sánchez, Mexiko; Boualem Sansal, Algerien; Alka Saraogi, Indien; Peter Schneider, Deutschland; Thomas Schwarz, Deutschland; Aharon Shabtai, Israel; Theron P. Snell, USA; Wolf-Dieter Sonnenburg, Deutschland; Ersi Sotiropoulos, Griechenland; Roland Stelter, Deutschland; Nathaniel Tarn, USA; Ana Paula Tavares, Angola; Stevan Tontic, Bosnien-Herzegowina; Peter Torberg, Deutschland; Jutta Treiber, Österreich; Tenzin Tsunde, Tibet/ Indien; Nicanor Vélez, Kolumbien/ Spanien; Verband Deutscher Schriftsteller, Deutschland; Spiros Vergos, Griechenland; Cecilia Vicuña, Chile/ USA; Mphutlane Wa Bofelo, Südafrika; Abdourahman A. Waberi, Djibouti/ Frankreich; Anne Waldman, USA; Najem Wali, Irak/ Deutschland; Sigurd Wendland, Deutschland; Eliot Weinberger, USA; Jeanette Winterson, Großbritannien; Yang Lian, Neuseeland/ Großbritannien/ China; Jabbar Yassin Hussin, Irak; Barry Yourgrau Südafrika/ USA; Peter Zadek, Deutschland; Beate Ziegs, Deutschland

Lesungen am 20. März 2006 in: Albany (NY), Theatre 88; Amsterdam, Theaterworks Amsterdam; Athen, Theater of Neos Kosmos; Baltimore, Center Stage; Basel, Theater Basel; Berlin, Sophiensæle; Durban, Time of the Writer Festival; Everett, Washington Poets; Frankfurt a.M., schauspielfrankfurt; Frankfurt a.O., H.M. Klemt; Houston (Texas), Code Pink and Voices Breaking Boundaries and Pacifica's LivingArt; Indianapolis, Phoenix Theatre; Kalkutta, Trtiyo Sutra & Eisenstein Cine Club; London, Voices in the Wilderness & London Review Bookshop; Los Angeles, Fountain Theatre; Luxembourg, Theatre du Centaure; Magdeburg, Studio im Schauspielhaus; Maui (Hawaii), Maui Booksellers; Melbourne, La Mama Theatre & Reading For Peace; New York, Sienna College; Nicosia, Theater ENA, Alpha Square and Rooftop Theatre Group; Northridge, CSU Northridge; Portland, Portland Stage Co.; Purchase (NY), Manhattanvillecollege; Prag, Divadlo Komedie; Rom, Isola Pedonale des Pigneto; San Francisco, Bird and Beckett Books and Records; Santa Barbara, Dramatic Women; Santa Maria, Pacific Conservatory of the Performing Arts; Seattle, PoetsWest & Trinity Methodist Church; Sydney, Sydney Moving Image Coalition; Tuscon (Arizona), Lyric Arts; Washington D.C., Playhouse; Venice (California), Our Voice in the Wall; Zürich, Theater am Neumarkt und in anderen Städten.